Neues vom „Beverlandplatz 1“


Ostbevern - Den Hof Beverland kennen ist eine Sache. Ihn finden eine andere. Das haben in den vergangenen Monaten die Teilnehmer an Tagungen, die Mitglieder von Vereinen und alle diejenigen gemerkt, die das, was aus der Ruine des ehemaligen Kaseinwerkes geworden ist, einmal genauer unter die Lupe nehmen wollten. Wer „Schlichtenfelde 13“ in sein Navigationsgerät eingab, fand sich oft genug „mitten in der Pampa“ wieder, so Inhaber Dirk Boll. So mancher Anwohner ist längst genervt von der Frage: „Wo bitte gehts zum Hof Beverland?“

Damit soll demnächst Schluss sein. Die Gemeinde hat reagiert und gemeinsam mit betroffenen Eigentümern nach einem neuen Namen für das Areal am Kaseinwerk gesucht. Herausgekommen beim Brainstorming ist „Beverlandplatz 1“, so Jürgen Hoffstädt. Der Bürgermeister stellte das Vorhaben am Dienstagabend dem Gemeinderat vor, und die Politker votierten (einstimmig) dafür, Mittel für eine entsprechende neue Straßenbeschilderung im Budget für Verkehrsangelegenheiten bereitzustellen. Die Anlieger sollen in den nächsten Wochen zu einem Gespräch mit Dirk Boll über das weitere Vorgehen eingeladen werden.

Indess hat der Jungunternehmer wieder einmal eine Innovation in petto. Er hat etwas getan, dass jedem gestandenen Segler die Tränen in die Augen treiben dürfte, nämlich einen S-Jollenkreuzer zersägt. Nicht, weil das Teil etwa nicht mehr schwimmfähig gewesen wäre oder aus Altersgründen zum Sperrmüll gebracht werden sollte. Nein: Aus dem sieben Meter langen Boot wird jetzt eine Schlafgelegenheit für bis zu vier Personen, die zu den Attraktionen im zweiten Bauabschnitt des Landhotels zählen soll.

„Die hintere Hälfte des Bootes wird in einem Zimmer stehen, die Spitze mit dem Mast davor. Getrennt werden die beiden Teile durch eine Glasscheibe“, verrät der Event-Manager. Schlafen sollen die Gäste in dem Segler wie in Poseidons Schoß - garantiert ohne Seegang.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Sigmar Teuber