Mit dem Bike bis zum Bett


Ostbevern. Er hat einen original Mini-Cooper zum Doppelbett gemacht, Bier- und Weinfässer zu Ruhestätten umfunktioniert und den Hasen Cäsar in ein Zimmer gesperrt. Wer etwa glaubt, damit habe Dirk Boll sein Pulver in punkto innovativer Ideen...

Ostbevern. Er hat einen original Mini-Cooper zum Doppelbett gemacht, Bier- und Weinfässer zu Ruhestätten umfunktioniert und den Hasen Cäsar in ein Zimmer gesperrt. Wer etwa glaubt, damit habe Dirk Boll sein Pulver in punkto innovativer Ideen verschossen, der irrt. Nachdem der zweite Bauabschnitt des Landhotels „Hof Beverland“ gute Fortschritte macht, verriet der agile Jungunternehmer jetzt erste Einzelheiten der 36 Zimmer, die dort entstehen sollen.

Statt mit Fliesen oder Parkettböden ausgelegt zu werden, soll eines der Häuser im Erdgeschoss asphaltiert werden. Dieser Untergrund passt gut zu einem Exponat, das sich auf einem Drehteller im zentralen Showroom des Gebäudes den Blicken der Gäste darbieten soll: eine chromblitzende Harley Davidson, frisch importiert aus dem Mutterhaus des Kultbikes in Milwaukee / USA.

„Um diesen Schauraum herum entstehen vier Zimmer, die zum Mittelpunkt hin verglast sind. Die Gäste können von dort auf das Motorrad sehen, in die Zimmer kann aber von außen niemand hineinsehen, weil die Scheiben einseitig verspiegelt werden“, erklärt Dirk Boll. Der Clou: Biker können auf ihren eigenen Maschinen in die Zimmer fahren.

Der Unternehmer wäre nicht er selbst, würde er nicht im zweiten Bauabschnitt weitere „verrückte“ Ideen verwirklichen wollen. Zum Beispiel will er in einem weiteren Gebäude ein sieben Meter langes Segelboot aufstellen. „Die eine Hälfte mit dem Mast steht vor, die andere Hälfte mit den Kojen steht im Zimmer. Darin können bis zu vier Personen schlafen“, so Boll. Seekrank wird dabei garantiert keiner.

Auch wer schon immer einmal in einem Baumhaus übernachten wollte, soll künftig im Hof Beverland an der richtigen Adresse sein. Eine Suite über zwei Etagen will der Unternehmer mit einem echten Baum und einer geräumigen Unterkunft darauf ausstatten. Wer stilecht den Tarzan geben möchte, kann sich sogar an einer Liane auf die Plattform hangeln. Wer dabei allerdings auch seinen Rollenkoffer mitnehmen möchte, sollte sportlich schon geübt sein.

Wenn alles nach Plan läuft, dann soll der zweite Bauabschnitt des Landhotels im Mai fertig sein. Zur Einweihungsfeier erwartet Dirk Boll unter anderem zahlreiche Mitglieder der münsterischen Harley-Davidson-Clubs „Monasteria“ und „Dockside“ sowie der „Westfalen Riders“. Die dürfen dann als Erste eine Besichtigungsfahrt auf ihren Bikes in die neuen Räume starten.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Sigmar Teuber