Keine übliche Eröffnung


Ostbevern - Noch ist der Zugang zum zweiten Bauabschnitt auf dem Hof Beverland ein Abenteuertrip. Unten bilden lose Kabelenden und offene Fußbodenstellen Stolperfallen. Oben spritzt ein Arbeiter ein Gerüst ab, und das Wasser platscht auf die Köpfe der Besucher nieder.

Doch Dirk Boll schwärmt. Nicht nur von neuen Motto-Zimmern, die in dem Erweiterungsbau entstehen, sondern auch von vielen Aktionen, die der umtriebige Jungunternehmer in petto hat.

Mitte April, sagt er, soll der zweite Bauabschnitt zwar in Betrieb genommen werden. Die offizielle Eröffnung etwa Mitte August soll dann aber „ein richtiger Knaller“ werden. „Es gibt keine Tagesveranstaltung mit Kaffee und Kuchen, sondern eine Woche lang Aktionen zu bestimmten Themen“, verrät Boll. Dazu sollen unter anderem ein Vortrag über Netzwerke, eine Messe zum betrieblichen Gesundheits-Management und ein Event „für Entscheider in großen Betrieben“ gehören. „Die Einladungen dazu werden gezielt verschickt. Selbstverständlich ist aber auch jeder willkommen, der sich für das jeweilige Thema interessiert“, verspricht Dirk Boll.

An einem Tag will der Geschäftsmann die Möglichkeiten vorstellen, die sein Haus für Gruppen bietet. Dabei werden wohl auch die neuen Motto-Zimmer ins Gespräch kommen: eine Mittelalter-Suite und ein Mittelalter-Zimmer, die König-Ludwig-Barock-Suite, der Raum mit einem originalen Baumhaus (über zwei Stockwerke), in dem die Gäste übernachten können, das Sharky-Piratenzimmer, zwei Räume mit original handbemalten Möbeln, das Segelboot, in dem auch schlafen kann, wer nicht seefest ist, und die Biker-Zimmer, vor denen auf einer Drehscheibe wechselnde historische und aktuelle Motorräder präsentiert werden.

Für „Biker und Motorradfahrer“, so Dirk Boll, gibt es am 24. Mai ein besonderes Event. An diesem Tag sind sie alle eingeladen, nicht nur die neuen Zimmer zu besichtigen, die speziell für diese Gruppe konzipiert werden. Ab 15 Uhr soll es auch eigens auf sie zugeschnittene Aktionen und am Abend „ein auf Biker ausgerichtetes Programm mit einer Band“ geben.

An einem Tag der offenen Tür im Rahmen der Eröffnungswoche verspricht der Unternehmer ein besonderes Highlight: „Dank der Hilfe von Ostbevernern wissen wir viel über die Geschichte des Kaseinwerks. Unter anderem besitzen wir die Doktorarbeit, die der ehemalige Inhaber über die Bedeutung der Einrichtung für das Dritte Reich geschrieben hat. Aus der Chronik des Kaseinwerkes wird Andreas Busch lesen“, verrät Boll. Weitere Zeitzeugen, die über das Werk berichten könnten, würden gesucht.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Sigmar Teuber